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Theaterreise 2./3. Juli 2011

Zum Thema Bier und Kt. Aargau versammelten sich anfangs Juli eine Schar Theaterleute, um auf Ihren alljährlichen Ausflug zu gehen.

Bereits um 8.00 Uhr fuhr der kleine Komfortcar von Albisser-Reisen ab. Auf schnellstem Weg gelangen wir nach Rheinfelden, wo wir jedoch einen grossen Umweg über den Zoll nach Deutschland machten, weil wir unser Gepäck direkt im Hotel abgeben wollten, das aber auf der anderen Rheinseite, in Rheinfelden-Baden stand. Unsere  Zimmer waren bereits fast alle schon frei und wir konnten diese direkt beziehen. Das kostete allerdings Zeit und so fiel der geplante Kaffeehalt kurzerhand ins Wasser. Zurück ging’s mit dem Car, wieder über den Zoll, nach Rheinfelden-CH zur Brauerei Feldschlösschen. Unsere Führerin wartete bereits auf uns, gestattete jedoch, dass wir uns noch schnell am Kaffeeautomaten bedienen konnten, um wenigstens so etwas wie Kaffee zu trinken.

Es folgte eine eindrückliche Führung in dieser seit über 100-jährigen und in Schlossform erbauten Brauerei. Nicht nur die Geschichte der Brauerei, die sehr gut gemachte Darstellung der Brauereikunst, die antiken und die modernsten Einrichtungen, die Abfüllanlage in der rund um die Uhr jede Minute 2000 Flaschen abgefüllt werden, die rund 25 verschiedensten Sorten Bier die hergestellt werden, die Brauereipferde, nein, es war unsere sehr kompetente Führerin, die uns am meisten beeindruckte.  Schaffte sie es doch in kürzester Zeit, immer eine Antwort auf alle Fragen von unserem Präsidenten zu habenJ  Das haben noch nicht viele Leute geschafft!

Dann, bei der anschliessenden Degustation gab es endlich um 11.52 Uhr das erste Bier! So ein langes Warten auf den ersten Schluck Apéro auf einer TGO-Reise sei noch nie vorgekommen und bereits zweifelten einige langjährige Mitglieder an der Kompetenz der Reiseleiter Vreni Schwerzmann und Beni Kreuzer. Welcher Einfluss da wohl herrschte, fragten sie sich und einer meinte, da seien die zum Zmorgen von der Ehefrau verordneten Brötchen wirklich unnötig gewesen.

Die Degustation war sehr reichhaltig und grosszügig,  es konnten viele Biere probiert werden und es gab dazu frische feine Brezel. Unser Präsi übergab unserer tollen Führerin ein grosszügiges Trinkgeld und schon bald war auch das Apéromanko aufgeholt. Gerne wären die Theaterleute noch länger bei Bier und Jenny gesessen aber die Reiseleitung mahnte unweigerlich zum aufbrechen und so verliessen wir die Stätte des Bier‘s, das einigen unsere Mitglieder schon fast wie eine Traumfabrik vorkam.

Zu Fuss ging’s ins Städtchen Rheinfelden, wo wir im Rest. Salmen auf der Terrasse direkt am Rhein, das Mittagessen einnahmen. Der Nachmittag war zur freien Verfügung, was die einten zum lädelen bewegten, zum Dessert essen animierte oder die anderen wieder ein Bier im gemütlichen und autofreien Städtchen bei schönstem Wetter zu sich nahmen. Dass es dabei immer viel zu lachen gab, muss wohl nicht speziell erwähnt werden. Speziell die Frage über den Busen der Frau gab intensiv und anschauungsvoll zu diskutieren.
 
Um 17.30 Uhr wurden wir dann am Rathausplatz vom kompetenten Stadtführer Robert Conrad empfangen, der uns bei einem Bier- und Beizenbummel interessantes aus der Bier- und Stadtgeschichte näherbrachte sowie uns in die kulinarischen Geheimnisse von Rheinfelden einweihte.  Auf die erste Geschichte folgt der Apéro im Restaurant Löwen, (Bier und Brezel) weiter ging’s mit dem Salat, den gab es, oh Schreck, im Rest. Salmen. Da waren wir doch am Mittag schon. Das jedoch konnte die gute Stimmung nicht schmälern und die Organisatoren wussten vorher nicht, wohin uns die Bier-Beizen-Tour führte. Jedenfalls waren wir da schon bestens bekannt und es wurden Extrawünsche für unseren  Walti (Käse statt Salat) ohne weiteres erfüllt. Nach einem weiteren Stadtbummel an wunderschöne Plätze und Geschichten über Rheinfelden gab’s im Hotel Schützen den Hauptgang und das Dessert. Es war einmal eine Stadtführung der anderen Art, das war ganz gelungen und sehr abwechslungsreich. Dazu kam das schöne Wetter, wir konnten bis zuletzt draussen sitzen und essen.

Als es dann schon ziemlich finster war, die hitzigen Diskussionen am oberen Ende des Tisches auch langsam am abklingen waren, (die Frage nach dem Busen war noch nicht zur Zufriedenheit geklärt) brachen wir auf, Richtung Hauptgasse. Einige wenige zog es direkt über den Rhein auf die andere Seite ins Hotel zum schlafen. Den meisten jedoch war eine Disco für nicht mehr ganz junge im Weg und man fand sich dort wieder. Der Discjockey spielte genau die richtige Musik für das Alter der TGO-Leute und es wurde getanzt, was der Boden aushielt. Selbst TGO-Herren, die man nur ganz selten schon tanzen gesehen hat, zeigten sich von der besten Seite und gaben alles. (Da Vik am Sonntag beim Morgenessen schon über Muskelkater klagte, zeugt eindeutig von der SorteJ)

So nahm ein erster Tag für die einten ein gemütliches, für die andern ein sehr sportliches Ende und für die dritten hatte es Gott sei Dank im Hotel noch einen Nachtportier, der  genug Bier auf Lager hatte. Dass man um diese Zeit keine Wetten mehr abschliessen sollte, musste unser Präsi selber erfahren, der Nachtportier lachte sich ins Fäustchen.

Nach dem guten Frühstück holte uns unser Car wieder ab und wir fuhren nach Laufenburg, wo wir uns auf das Rheinschiff MS Stadt Laufenburg begaben und eine Schleusenfahrt in Angriff nahmen.
Interessiert nahmen wir die kompetenten Ausführungen von unserem Kapitän Herbert Schraner und seiner Frau über das Kraftwerk, die Schleusen und die Nutzung des Rheines zur Erzeugung elektrischer Energie auf. Es war sehr beeindruckend mitzuerleben, wie das Schiff in die Schleuse einfuhr, das Tor geschlossen wurde und in 20 Minuten ein Höhenunterschied von etwa 10 Metern überwunden wurde, immer noch mit der alten Technik vom Beginn des 20. Jahrhunderts, allerdings elektronisch überwacht.

Anschiessend, als wir wieder friedlich auf dem Rhein fuhren, Jürg ein wenig Jack spielte mit Mira und Irma als Lady Rose, (die auf der Titanic konnten es besser!) gab der Kapitän das Steuer in die Hände von Mira, dazu bekam sie noch eine Kapitänsmütze. Hei, dieser Stolz in den Augen von Mira, doch mit der Kunst des Steuerns war sie nicht ganz so bewandert. Mira mehr rechts, nein links, drehen, drehen, so tönte es von allen Seiten und das Schiff zog einmal voll nach rechts dann wieder nach links, doch der Kapitän hatte alles mit einem Augenzwinkern im Griff. Bis nach Sisseln und dann wieder wenden, auch das schaffte sie mit Hilfe des ganzen Vereins. Zum Glück hatte es genug Bier und Schiffswein an Bord, sodass die Steuerkapriolen weniger ins Gewicht fielen und alle sich an der schönen  Landschaft und den Dörfern entlang des Rheins sich erfreuen konnten. Nach einem weiteren Schleusenhalt, diesmal in die Höhe war das Abenteuer auch schon bald zu Ende und es blieb nichts anderes übrig aus auszusteigen und mit dem Car weiter zu fahren.  (Einige waren darüber zwar nicht ganz unglücklich, hatte ihnen das schaukeln auf dem Schiff doch auf den Magen geschlagen.)

Weiter ging’s ins schöne Fricktal auf den Erlenhof in Wittnau. Falschen CPS-Angaben führten uns unnötigerweise über eine holperige Bergstrasse und wir alle froh waren, nur in einem kleinen Car zu sitzen. Als wir dann noch sahen, wie nah und einfach der Bauernhof auf direkten Weg zu erreichen gewesen wäre, lachten wir alle. Eine feines Mittagessen wartete auf uns, frisch zubereitet und grilliert von der Fam. Schmid, die uns dann auch noch viel interessante über ihren Hof, ihre Eigenprodukte und die Veranstaltungen zu erzählen wussten. Fand doch gerade ein Kurs in „Nalas selber machen“  statt und Walti als Fachkundiger Berater wusste da und dort noch Rat für die Kurs-Teilnehmerinnen. Die Frage nach dem Busen gab auch da zu reden.

Nach diesem gemütlichen Mittag gab’s den letzten Kaffeehalt auf der Saalhöhe, ein herzliches Dankeschön an Agi für die offerierte Runde! Die zum Schluss „gefundene“  Mütze von Walti, die aber nur kurz in seinem Besitz, löste wahre Lachsalven aus. Für ihn jedoch schaute bei dieser Geschichte ein zusätzliches Bier heraus, was wollte er mehr!

Einmal mehr ging eine sehr lustige, interessante und unterhaltende TGO-Reise dem Ende entgegen, als wir durchs Freiamt nach Hause fuhren. Vielen Dank allen Teilnehmern!

Die Lösung auf die Frage vom ganzen Wochenende löste Viktor dann am späten Sonntagabend endgültig und definitiv noch per Mail und endlich war die Frage definitiv und wissenschaftlich beantwortetJ

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foto grau Meier Dietwil
     
Last Update: 14.10.2018  
Foto Grau