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TGOberrüti auf Reisen

Am Samstagmorgen, 26. Juni, trafen sich 23 Freunde der Theatergruppe auf dem Bahnhof in Oberrüti. Der Organisator der diesjährigen Reise, Wisel, erwartete uns, ausgerüstet mit einem „Leiterwägeli“, auf dem eine Kühlbox, gefüllt mit Tranksamen, aufgebunden war. Nach den neuesten Reiseinformatio-nen fuhren wir mit der Bahn nach Luzern, der ersten Station der traditionellen TGO-Reise.

In Luzern erwartete uns eine mittelalterlich gekleidete Stadtführerin, die uns mit der Geschichte und den historischen Schönheiten der Stadt bekannt-machte. Die Stadtführerin verstand es, uns humorvoll und kompetent in das mittelalterliche Luzern zu entführen. Auf jeden Fall wissen wir jetzt, dass esdamals viele „Schlitzohren“ gab, die einiges auf dem
„Kerbholz“ hatten. Nach der sehr interessanten Stadtführung wartete eine stärkende Spaghettata auf die knurrenden Mägen.

Gut genährt begab sich die Gruppe zum Bahnhof Luzern um dort in den Zug nach Kaiserstuhl am Lungernsee zu steigen. Nach einer gemütlichen Bahnfahrt durch die sonnendurchflutete Landschaft zwischen Pilatus und Vierwaldstättersee erreichten wir den Flecken Kaiserstuhl am Nordende des Lungernsees.

Vor der nun bevorstehenden Wanderung entlang des Westufers des Lungernsees musste ein erster unvorhergesehener „Boxenstopp“ in einem Restaurant eingelegt werden. Frisch gestärkt machte sich die Gruppe auf den Weg Richtung Lungern. Diejenigen, die weniger Durst verspürten, marschierten früher los und die ganz Durstigen verspäteten sich. Wie es sich für ein richtiges Wandern gehört, wurde gesungen und das machte wieder Durst. Zum Glück hatten diese Gruppe das „Leiterwägeli“ mit Bier und Mineral (kein Wein!!) dabei. So konnte jederzeit der Durst gelöscht werden. Doch die Folge war, dass die Verspätung immer grösser wurde. Da aber auf einer landwirtschaftlichen Strasse gewandert wurde, war es nicht zu umgehen, dass auch landwirtschaftliche Maschinen darauf verkehrten. Auf jeden Fall näherte sich der Gruppe von hinten ein Ladewagen, hielt an und bat sie aufzusteigen. Sie liessen sich überreden und mit dem Wandern wars vorbei. Auch das Nachschubteam ergatterte ein Transportmittel und so konnte nach einem kurzen Besuch eines „jonisierenden“ Wasserfalls rechtzeitig in die Luftseilbahn Lungern Schönbühl eigestiegen werden.

An der Bergstation angekommen wurden die Zimmer verteilt. was mit einigen „logistischen“ Problemen verbunden war. Da es mehr Mehrbettzimmer als Doppelzimmer zur Verfügung hatte, war die Einteilung nicht ganz so einfach. Auf jeden Fall haben dann alle, die einen früher, die anderen später, ein Bett gefunden Nach dem Zimmerbezug und einem Apéro wartete der einmalige „Pfändli-Plausch“ auf uns. Mit einem guten Glas Wein und fröhlichem Gesang klang dieser erste, erlebnisreiche Tag aus. Auf einem Nebenschauplatz spielte sich noch eine „Kronleuchterszene“ ab. Auf jeden Fall soll der Kronleuchter wieder am richtigen Ort hangen!

Auf dem Weg zum Zimmer begleitete der Vollmond die müden aber frohen Heimkehrer und liess eine leise romantische Stimmung aufkommen. Ein wunderschöner Morgen in einer überwältigenden Bergwelt weckte uns auf und liess alle noch vorhandenen Reste der Müdigkeit vergessen.

Nach dem Frühstück brachte uns die Seilbahn hinunter ins Tal. Ein paar ganz mutige wagten die Fahrt mit dem Monster-Trotti hinunter zur Mittelstation. Nach späterer Aussage der Teilnehmer war es eine wirklich abenteuerliche Fahrt. Die sporadisch vorhandenen Bremsen glühten richtig. Mit dem Zug ging es weiter bis Stansstad, wo uns eine Fahrgelegenheit erwartete, die uns nach Obbürgen zum Hof „Obermisli“ von Sepp Amstutz brachte.

Dort erwartete uns eine typische Obwaldner Spezialität: Bratchäs! In einer ländlichen, romantischen Umgebung genossen wir diese bäuerliche Spezialität mit grossem Genuss. Auch der Durst konnte gelöscht werden. Dies Ort inspirierte die Geselligkeit. Alte und neue, spannende und abenteuerliche Anekdoten wurden ausgetauscht.

Nach dem traditionellen Kaffe mit „Zusatz“, führte uns ein kleiner Anstieg zur Bergstation der Bürgenstock Standseilbahn, mit der wir zur Anlegestelle Kehrsiten fuhren. Im ehrwürdigen Dampfschiff „Schiller“ genoss die Gruppe die Rückfahrt nach Luzern. Über Rotkreuz fuhren wir nach Oberrüti, wo sich der Kreis schloss und sich die Teilnehmer, um eine fröhliche und gesellige Erfahrung reicher, nach Hause begaben. Ein grosses Dankeschön Alois Deplazes für die tadellose Organisation dieser erlebnisreichen TGO-Reise 2010.

Diese traditionelle Theaterreise ist in mancher Hinsicht ein wichtiger Fixpunkt des Theaterjahres der TGO. Sie schafft die Möglichkeit, die Schönheit unserer näheren Umgebung kennen zu lernen. Wer hat schon eine Stadtführung in Luzern erlebt? Wer war schon in Lungern Schönbühl? usw.

Noch wichtiger ist aber die Pflege der Geselligkeit. Bei die-ser Reise kann zwi-schen zwei Produk-tionen stressfrei die Kameradschaft gepflegt werden. Die Bindung innerhalb der Gruppe wird verstärkt und jeder ist dann wieder bereit, bei der nächsten Produktion mitzuhelfen.

TGO/BK

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foto grau Meier Dietwil
     
Last Update: 29.07.2018  
Foto Grau